Da hat aber jemand die Prog-Elemente über Bord
geworfen, denn ich hatte die Melbourner BLACK MAJESTY deutlich sperriger in
Erinnerung. Egal, so lange die Qualität stimmt, bin ich da nicht böse. Songs wie
"Silent Company", "A Better Way To Die" oder "Visionary" sind mit das stärkste,
was die Band je gemacht hat. Wobei mir "Firestorm" oder "Dragon Reborn" (fast)
schon zu straight sind. BLACK MAJESTY haben einfach Power und Dramatik in ihren
Stücken und schaffen irgendwie die perfekte Symbiose aus QUENSRYCHE, IRON MAIDEN
und HELLOWEEN. Gott sei Dank haben sie den Kitschfaktor letzterer nicht
adaptiert. Sänger John Cavaliere liefert wirklich eine beeindruckende
Gesangsleistung ab und hat sich zu einem echten Sangesgott gemausert. Dazu
gesellen sich hypermelodische Sahneleads und ein straightes Drumming, alles im
grünen Bereich. Einziger Kritikpunkt: durch die vielen Speedsongs geht der
epische Aspekt etwas unter. Trotzdem gefallen mir die "neuen" BLACK MAJESTY
ausgesprochen gut.
Am besten ihr sichert euch die Digipackversion,
da gibt es dann den unveröffentlichten Bonustrack "Chasing Time" und eine
Akustikversion von "Guardian" sowie den Videoclip des Titelstücks.
Ralf, 10,5 Punkte
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