Die australischen Prog-Power Metaller von Black Majesty haben zwei Jahre nach ihrem genialen Debütalbum "Sands Of Time" einen überraschenden Kurswechsel auf dem Zweitwerk "Silent Company" vollzogen.
Man hat die Progelemente zu 80% über Bord geworfen und ballert dem Hörer mittelschnellen Melodic Metal um die Ohren.
Black Majesty haben einfach das Gespür für eingängige nicht abgegriffene Melodien. Der Sänger John Cavaliere macht eine Spitzenjob und setzt Akzente. Da er recht eigenständig klingt, bleibt seine gefühlvolle Stimme und die starken Refrains jederzeit im Gehörgang hängen. Die Keyboards werden gefühlvoll eingesetzt werden und unterstützen so das sehr melodische aber druckvolle Gitarrenspiel des Duos Stevie Janevski und Hanny Mohamed. Am ehesten könnte man Black Majestys 2006 mit Vanishing Point vergleichen, wobei Black Majesty die härteren und schnelleren Songs haben. Die Songs sind durchwegs Mid-oder Uptempo, lediglich das folkloristisch angehauchte "Six Ribbons" fällt da aus der Reihe. Der Song ist keine wirkliche Ballade, aber eine getragene Nummer und die Coverversion der 70er TV Serie "Against The Wind". Die handelt übrigens von Emigranten, welche nach Australien übersiedeln. Das passt also!
"Silent Company" ist ein würdiger Nachfolger im guten Sound geworden und sollte alle Freunde des Power, Prog und Melodic Metals begeistern. Alle Daumen hoch!
Tipp: Sichert euch die Digipackversion, da gibt es den unveröffentlichten Bonustrack "Chasing Time" und eine Akustikversion des Debütkrachers "Guardian" sowie den Videoclip des Titelstücks. Also ran!
Thorsten Dietrich
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