Sands of Time (EP) Review
5/5
» Blood Dawn
Ich muss ja zugeben - wenn eine Band auf einen unoriginellen Namen wie BLACK MAJESTY hört erwartet man nicht allzu viel von ihr. Dass dieser erste Eindruck aber auch völlig täuschen kann, beweist die vorliegende 3 Track EP der auf eben diesen Namen hörenden Australier aus Melbourne.

Geboten wird eigentlich nichts ungewöhnliches – europäisch beeinflusster Metal im Stile von IRON MAIDEN, HELLOWEEN und BLIND GUARDIAN zersetzt mit einer Prise Ami Prog á la DREAM THEATER und QUEENSRYCHE. Aber die Band beherrscht diesen Sound einfach perfekt, was nicht nur an den hohen technischen Fähigkeiten der beteiligten Musiker liegen mag. Viel besser kann man anspruchsvollen Melodic Metal eigentlich gar nicht darbieten! Wer mir nicht glaubt, sollte sich einfach mal das FATES WARNING-lastige „Guardian“ zu Gemüte führen, welches durch seine magischen Gesangslinien jeden Melodic Prog Jünger auf die Knie sinken lassen dürfte.

Trotz der verschachtelten Arrangements verlieren die 3 überlangen Songs niemals den berühmten roten Faden und das ist wohl die Kunst, die wahre Songwriter ausmacht. Technik und Finesse, schön und gut – aber trotzdem noch nachvollziehbare Songs zu schreiben fällt den meisten Genreverwandten Bands sehr schwer (Namen nenne ich hier jetzt fairerweise mal keine).

Die Produktion steht dem dargebotenen Songmaterial in nichts nach, ist also als nahezu perfekt zu bezeichnen. Die Aufmachung ist ebenfalls ordentlich, leider vermisse ich die Texte. Da es sich hier aber um eine Demo Veröffentlichung handelt geht das absolut in Ordnung. Wer hier nicht zugreift ist selber schuld!



 
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