Sands of Time (EP) Review
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Beim Surfen im Internet lernt man irgendwie doch immer Leute kennen. So kam ich dann an Hanny Mohamed, Gitarrist bei den Power Metallern von Black Majesty, die in Europa Fuß fassen wollen. Das ist gar nicht so einfach, da die Band aus "down under" Australien kommt, nicht gerade ein Power Metal Mekka, oder überhaupt eine Metalhochburg. So weit ich weiß, gibt es dort eine sehr aktive Underground Death und Black - Szene! Die bekanntesten Power Metaller sind die Jungs von Pegazus, die ich seit dem Weggang von Sänger Danny Cecati weniger mag, mehr dazu später! Black Majesty spielen zeitlosen Power Metal europäischer Art, die Drei -Song - Promo ist gut aufgemacht, hat aber leider keine Texte, aber ein schönes Cover, ein Bandfoto und Credits, besser als nix. Neben der Musik erfreute mich auch der gute Sound, der sich vor keiner Labelband verstecken muss. Das ist Balsam für meine verwöhnten Ohren! Die Musik lebt von eingängigen aber keinesfalls poppigen Melodien, der herausragenden Stimme von John Cavaliere, der Mann könnte ohne Probleme bei großen Bands einsteigen, und der gefühlvollen Gitarrenarbeit des Duoss Harry Mohamed und Steve Janevski. Nicht zu vergessen wäre das kraftvolle und akzentuierte Drumming von Pavel, das die Band immer nach vorn treibt, wenn es zu soft werden droht. Bei den tollen Songs bin ich zutiefst betrübt kein vollständiges Album vorliegen zu haben, die CD habe ich vor Begeisterung dreimal am Stück gehört! Wenn die keinen Deal bekommen, dann weiß ich es nicht! Der Opener "Fall Of The Reich" erinnert vom Titel her an Queensryche, ist aber von anderer Natur, die Gitarren sägen ganz ordentlich, Drummer Pavel ist in einem richtigen Spielrausch, während Sänger John seine schöne Stimme darbietet, erkenne ich abwechslungsreiche Passagen, superbe Melodien, einen Hammerchorus und Melodien, die wie eine Mischung aus Kamelot und skandinavischen Bands erscheinen (ohne Keyüberpräsenz). Doch Black Majesty sind keine Diebe, sie habe schon ihre eigenen Ideen, nur im 21. Jahrhundert ist im Power Metal nicht mehr viel Neues zu machen, aber wenn es gut und erfrischend ist, dann gefällt es mir! Am Ende des Songs beweist John, dass er Töne lange halten kann und legt ein paar klasse Schreie hin, die, ich muss es betonen, nicht nerven oder eunuchig sind! Das darauffolgende "Guardian" ist von gleicher Qualität, der Powersong wird aber stimmlich durch das Duett mit dem oben erwähnten Danny Cecati noch mal sehr veredelt. Die Stakkatoriffs in Verbindung mit den Keyboards, welche nur für Atmosphäre sorgen, machen den Song endgültig zum Killer! Die Keyboards spielt auf zwei Songs der Soundengineer Endel, der hier auf der Platte wie schon erwähnt einen guten Job hingelegt hat, und die zweite bekannte Power Metal Band aus down under, Vanishing Point auch produziert hat! Der leider letzte Track "Beyond Reality" beschließt die CD in derselben Qualität, das Lied hat einen getrageneren Gesang, ist aber keine Ballade. Die Drums "ballern" etwas dezenter, aber immer abwechslungsreich, während die Gitarren eine immer wiederholende Melodie kreieren, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Man kann es als leicht epische Nummer bezeichnen. Da es nur drei Songs sind, gibt es keine Note, ich hoffe aber, dass sich paar Leute diese CD besorgen, die ist es wert! Hoffentlich sind die Labels nicht blöd und "signen" die nächste Stratovarius / Rhapsody Kopie!


 
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